
29.09.2026 -Was funktioniert in einem Citizen-Science-Projekt? Was sind Herausforderungen – und was würden wir beim nächsten Mal anders machen? Erfahrungen und Erkenntnisse weiterzugeben, gehört für „Nürnberg forscht 2“ von Anfang an zum Projekt dazu. In den vergangenen Wochen hatte das Team gleich zweimal Gelegenheit, seine Erfahrungen mit Menschen aus Wissenschaft und Praxis zu teilen: bei der digitalen Mittagspause von mit:forschen und beim Transformation Summer Camp 2026 der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
In dem einstündigen Online-Format von mit:forschen treffen sich regelmäßig Menschen aus der Citizen-Science-Community, um Projekte vorzustellen, Wissen zu teilen und Erfahrungen auszutauschen.
Ende September beleuchtete Lana Lamsfuß die gesammelten Projekterfahrungen und Learnings sowie die Frage, welche Schlussfolgerungen daraus für die Konzeption und Umsetzung des Folgeprojekts „Nürnberg forscht 2“ gezogen wurden. Dabei ging es unter anderem darum, wie Citizen Science als niederschwelliger Beteiligungsansatz in ausgewählten Stadtteilen genutzt werden kann, um gemeinsam mit Bewohner*innen lokale Perspektiven und Herausforderungen zu erforschen.


Zum Abschluss wurden konkrete nächste Schritte diskutiert und festgelegt – darunter die Gründung einer Citizen Science-AG Süd und regelmäßige halbjährliche Treffen in Botanischen Gärten der Region – als inspirierende Begegnungsorte zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Neben „Nürnberg forscht“ stellten sich die Projekte „Digital dabei?“ und „Zecken entdecken und melden vor“. Nach den jeweiligen Impulsen der Gäste war vor allem eines wichtig: der Austausch. Die Fragen und Erfahrungen aus den Projekte zeigten dabei eindrücklich die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und Potenziale von Citizen Science in verschiedenen Kontexten
Kurz zuvor hatte das Team von „Nürnberg forscht 2“ ebenfalls Gelegenheit für einen Praxisbericht und Austausch: Beim Transformation Summer Camp 2026 der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt beschäftigten sich Ende September 16 internationale Nachwuchswissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen mit partizipativer Forschung, Citizen Science und transformativer Wissenschaft.

Das Projektteam stellte „Nürnberg forscht“ als Praxisbeispiel vor, zeigte, wie Menschen mit in Forschungsprozesse einbezogen werden können und bot einen konkreten Einblick in die Verbindung von Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis.
Ergänzt wurde das Programm durch Workshops und gemeinsame Arbeitsphasen, in denen die Studierenden ihre eigenen Forschungsideen weiterentwickelten.
Für „Nürnberg forscht“ bedeutet Transfer mehr als die Weitergabe von Projektergebnissen. Erfahrungen zu teilen, Fragen zu beantworten und über Herausforderungen zu sprechen, schafft neue Perspektiven – auch für das eigene Projekt.
Denn Citizen Science lebt vom Austausch: Wissen wird geteilt, Erfahrungen werden gemeinsam reflektiert und Ideen entwickeln sich im Dialog weiter.