
Hier erfahren Sie mehr über den Stadtteil, seine Besonderheiten und den Forschungsaktionen vor Ort.
Wie lebt es sich im Quartier Annapark? Das Quartier liegt im Herzen der Nürnberger Südstadt und ist durch gründerzeitliche Blockrandbebauung geprägt. Mit senen belebten Erdgeschosszonen, internationalem Einzelhandel und einer Vielzahl öffentlicher Plätze ist das Quartier lebendig und urban. Der nördliche Bereich rund um den Aufseßplatz ist besonders dicht besiedelt während der südliche Teil ruhiger und grüner ist. Zentrale Orte sind der Annapark als identitätsstiftende Grünfläche, der Aufseßplatz als Verkehrs- und Einkaufsknoten, der Kopernikusplatz sowie die Landgraben- und Wölckernstraße.
Das Quartier Annapark umfasst Teile von Galgenhof, Hummelstein und Rabus und zählt rund 21.971 Einwohner*innen. Damit gehört es zu den bevölkerungsreichsten Quartieren Nürnbergs. Mit 231 Einwohnerinnen pro Hektar ist es fast achtmal so dicht besiedelt wie der städtische Durchschnitt. Der Migrationsanteil liegt bei 68,6 %, der Ausländer*innenanteil bei 48 %. Wie in Sündersbühl ist die Bevölkerung überdurchschnittlich jung und die Mindestsicherungsquote liegt mit über 15 % deutlich über dem Nürnberger Schnitt.
Das Quartier befindet sich im städtebaulichen Wandel. Die jahrelange Baugrube am Aufseßplatz, auch als „Lago di Aufseß“ bekannt, prägt den Alltag der Bewohner*innen. Gleichzeitig sollen neue Projekte wie das Schocken-Carré und die Südstadt.Klima.Meile die Entwicklung des Quartiers voranbringen. Weitere Themen sind Müll im öffentlichen Raum, unterschiedliche Interessen bei der Nutzung von Plätzen sowie Obdachlosigkeit und öffentlicher Drogenkonsum im nördlichen Bereich. Klassische Beteiligungsangebote erreichen die Menschen vor Ort nicht immer ausreichend.

Grafik: B.Bodenschatz für Stadt Nürnberg/Bildungsbüro
Das Quartier Annapark verfügt im Vergleich zu Sündersbühl über eine dichtere Akteurslandschaft mit unterschiedlichen niedrigschwelligen Zugängen zur Zielgruppe: Während beispielsweise soziale Einrichtungen Sprach- und Begegnungscafés anbieten, wenden der mobiler Kulturladen KommVorZone sowie die Initiative für partizipative Stadtentwicklung Urban Lab verschiedene partizipative Formate an. Eine koordinierende Funktion haben die Stadtteilkoordination sowie der Bürgerverein.
Die vielfältige Bevölkerung, die laufenden Veränderungen und die zahlreichen lokalen Akteur*innen machen das Quartier Annapark zu einem geeigneten Forschungsstandort für „Nürnberg forscht 2“. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort sollen Erfahrungen und Bedürfnisse sichtbar gemacht und Ideen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers erarbeitet werden.
Quelle statistische Angaben: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik, 2021 - 2025