

November 2024 bis Juli 2025
Die dritte Forschungsgruppe bestand aus 14 Teilnehmenden unterschiedlichen Alters und mit diversen Migrationsbiografien. Aufgrund der Berufstätigkeit der meisten Mitforschenden traf sich die Gruppe regelmäßig am Abend.
Die Forschungsgruppe widmet sich der politischen Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Vor dem Hintergrund empirisch belegter Teilhabelücken – wie geringer Wahlbeteiligung, struktureller Unterrepräsentation und rechtlicher Ausschlüsse – untersuchte das Projekt die folgende Forschungsfrage: „Welche Faktoren beeinflussen politische Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Nürnberg?“





Für die Untersuchung wurde eine quantitative Online-Befragung unter Nürnberger*innen mit Zuwanderungsgeschichte sowie qualitative leitfadengestützte Interviews mit Personen aus der Kommunalpolitik und überregionalen Beratungspraxis durchgeführt.
Hinweis: aufgrund der limitierten Rahmenbedingungen im Projekt ist die Stichprobe selektiv und nicht repräsentativ, die Distribution der Umfrage erfolgte gezielt über lokale migrantische Organisationen, Vereine, Netzwerke und persönliche Kontakte; keine Kontrollgruppe
Die Analyse erfolgte mithilfe klassischer sozialwissenschaftlicher Methoden. Die qualitativen Interviews wurden transkribiert und anhand eines Codiersystems in vier Hauptkategorien ausgewertet: individuelle, strukturelle, gesellschaftliche und politische Faktoren. Die statistischen Daten aus der Online-Umfrage ergänzen – trotz ihrer eingeschränkten Aussagekraft – das durch die Einzelinterviews gewonnene Bild zur politischen Teilhabe. Für die Analyse kamen die Programme MAXQDA (qualitativ) und SPSS (quantitativ) zum Einsatz.
Die zentralen Ergebnisse des Projekts sind in einer ausführlichen Zusammenfassung, einem detaillierten Bericht sowie in einem Podcast aufbereitet. Diese Formate ermöglichen unterschiedliche Zugänge zu den Forschungserkenntnissen und richten sich an eine breite Öffentlichkeit.

Insgesamt spiegeln die Ergebnisse Befunde aus der aktuellen Forschung wider. Sie wurden im Sinne des Citizen-Science-Ansatzes sowohl vom Projektteam als auch von den Mitforschenden selbst interpretiert, wodurch unterschiedliche Perspektiven einflossen.
Weitere Hintergrundinformationen, methodische Einblicke und fortlaufende Updates zum Projekt sind in der Forschungschronik im Blog zu finden.