
06.03.2026 -Das Projektteam von „Nürnberg forscht" war am 4. und 5. März 2026 in Wiesbaden zu Gast bei der motra-k#26 und hat dort das Projekt sowie den Citizen-Science-Ansatz einem Fachpublikum vorgestellt.

motra – Monitoringsystem Transferplattform Radikalisierung – veranstaltet jährlich die motra-Konferenz als offenes Forum für Beiträge aus der Radikalisierungsforschung und -prävention. Ziel ist es, den Wissenstransfer und den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu stärken.
Im Rahmen eines Panels stellte das Projektteam von „Nürnberg forscht" das Projekt als Beispiel für einen Citizen-Science-Ansatz vor – gemeinsam mit dem Projekt „Politischer Konsum im Alltag" der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das ebenfalls partizipative Forschungsformate einsetzte.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, welches Potenzial Citizen Science für die Radikalisierungsprävention bieten kann. Bürgerwissenschaftliche Ansätze ermöglichen es, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aktiv in Forschungsprozesse einzubinden und dabei Perspektiven sichtbar zu machen, die in klassischen Forschungs- und Beteiligungsformaten häufig unterrepräsentiert bleiben. Bei „Nürnberg forscht" wurde dies gelebt: Menschen mit Zuwanderungsgeschichte setzten als Mitforschende eigene Akzente und brachten ihre Erfahrungen sowie Sichtweisen in den gesamten wissenschaftlichen Prozess ein. Zudem vermittelten sie die Ergebnisse der Öffentlichkeit und Stadtpolitik. So leistete das Projekt einen Beitrag zur Stärkung demokratischer Teilhabe.
Neben dem eigenen Panel bot die motra-k#26 dem Projektteam die Möglichkeit, weitere spannende Beiträge zu verfolgen. Das thematische Spektrum der Vorträge war breit gefächert und reichte von der Bedeutung Künstlicher Intelligenz in der Radikalisierungsforschung über Wirksamkeitsfaktoren in der Prävention bis hin zu Radikalisierung in der Bundeswehr. Die Konferenz brachte Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammen und bot zahlreiche Gelegenheiten für anregende Gespräche und fachlichen Austausch.